1249   Süssmostcrème

Woher nehmen Äpfel ihren Saft, wenn der Regen monatelang ausbleibt? In diesem trockenen Jahr haben viele Bäume ihre Früchte frühzeitig abgeworfen. Früher nannte man solche Äpfel Mostäpfel.

Ich kann an keinem Apfelbaum vorbeigehen, ohne ein paar der gefallenen Früchte aufzuheben. Und manchmal entdecke ich dabei Aromen, die fast schon in Vergessenheit geraten sind: Sauergrauech, Golpermäne oder Berner Rose. Wie anders als der Apfelsaft aus dem Tetrapack, dessen gleichförmiges Aroma uns heute begegnet. Sortenreine Säfte sind selten geworden.

Aus dem Saft der Äpfel entsteht eine luftig-leichte Crème, die ich viel zu selten zubereite. Dabei wäre sie zu jeder Jahreszeit ein erfrischender Abschluss eines Essens. Susanne Vögeli

Zutaten für vier Personen

250 mlApfelsaft
1 1/2 TLMaizena
1 ELZucker
1 Ei
wenigZitronenschale
1 Msp.Vanillestängelpulver
100 mlRahm, geschlagen
1 ELMandeln, geröstet und grob gehackt

Anleitung

1 | Apfelsaft, Maizena und Zucker in einer Pfanne glattrühren, das Ei beigeben und umrühren.

2 | Masse unter stetigem Rühren erhitzen, bis die Flüssigkeit zur Crème gebunden ist. Dazu sind 80°C notwendig, Crème nicht aufkochen.

3 | Die Crème in eine Schüssel giessen und auskühlen lassen, ab und zu umrühren. Vanillestängelpulver beigeben und etwas Zitronenschale dazuraffeln.  Schlagrahm unter die kalte Crème ziehen.

4 | Vor dem Servieren mit gerösteten, gehackten Mandeln bestreuen.

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