442  Rührgebratene Gemüse

Im überlieferten Kochbuch von Elisabeth Fülscher finden sich zwar einige Rezepte für exotische Gerichte, doch die Garmethode des Rührbratens sucht man darin vergeblich. Dabei kommt mir gerade diese Technik sehr entgegen: Die Garzeit ist kurz, das Gericht leicht, nährstoffreich und zugleich belebend würzig.
Wenn der Winter sich in die Länge zieht und der Frühling noch nicht in Sicht ist, wächst die Lust auf fremdländische Aromen. Dabei lassen sich solche Geschmackswelten auch mit regionalem Gemüse leicht umsetzen. Mit etwas Chili und Ingwer zeigen Lauch, Karotten und Kohlblätter plötzlich eine ganz neue Seite. Susanne Vögeli

Zutaten für zwei Personen

2 ELÖl zum Braten
1/2 - 1Chilischote, entkernt, fein geschnitten
1 TLIngwer, fein geschnitten
1Knoblauchzehe, fein geschnitten
600 gSaisongemüse gemischt: z.B. Lauch, Karotten, Pfälzer, Pastinaken, Chinakohl
etwasSalz
100 gReisnudeln, eingeweicht
etwasSojasauce, nach Belieben

Anleitung

1 | Reisnudeln einige Stunden in kaltes Wasser legen oder mit siedendem Wasser übergiessen und 15 Minuten einweichen.

2 | Chili, Ingwer und Knoblauch in einem Wok oder in einer geräumigen Pfanne im Öl kurz braten, dann aus der Pfanne in ein Schälchen schieben und beiseite stellen.

3 | Lauch in Streifen schneiden, Wurzelgemüse in Streifen hobeln oder schneiden, Chinakohlblätter in Stücke reissen oder schneiden.

4 | Lauch und Wurzelgemüse im Öl kurz und heiss braten, dabei rühren. Nudeln und Blattgemüse beigeben, leicht salzen und ca. 1/2 dl Wasser dazugeben. Pfanne decken und rund 5 Minuten dünsten. Rühren und den Garpunkt prüfen.

5 | Pfanne von der Herdplatte nehmen. Die beiseite gestellte Mischung von Chili, Ingwer und Knoblauch beigeben und das Gericht abschmecken. Dazu passt Sojasauce und etwas Öl (Sesamöl oder Olivenöl).

Tipp: Das Gericht kann mit einem gebratenen Ei oder mit 200 g Tofu in Stücke geschnitten ergänzt werden. Wer nicht zu den Reisnudeln greifen möchte, kann eine Portion Reis zum Gemüse servieren.

 

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